Ausbauhaus der nobleren Art.

Erst der Total-Frust, dann die helle Begeisterung. Für unsere Test-Familie begann das Projekt Hausbau mit einem Wechselbad der Gefühle – jetzt sind sie rundum zufrieden.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Büdenbender, der Hersteller des von uns unter die Lupe genommenen Hauses, hat nicht das geringste damit zu tun, dass Marion und Carsten R. vor Beginn ihres Hausbaues nach eigenen Angaben „am Boden zerstört“ waren. Ganz im Gegenteil: Das Unternehmen sorgte mit einem seiner Musterhäuser bei den Eheleuten für spontane Entzückung.

„Dieses Haus ist der Wahnsinn“, befanden beide und hatten zunächst nur eine Frage dazu: „Wie viel kostet es genau so, wie es dasteht?“

Doch jetzt erst mal der Reihe nach. Bereits in recht jungen Jahren hatten sich das Ehepaar ein Reihenhaus gekauft. Das war für zwei Personen völlig in Ordnung, jedoch reichte der Platz einfach nicht mehr aus, als Familiennachwuchs kam. Also entschlossen sie sich, es zu verkaufen und quasi zeitgleich ein größeres Eigenheim zu bauen. In dieser Situation erschien ihnen ein Fertighaus geradezu ideal. Die Argumente dafür: minimale Bauzeit, feste Terminzusage und Finanzierungssicherheit dank verbindlichem Festpreisangebot.

Leider ein klarer Fall von Denkste!

So weit schien alles klar, und die Bauwilligen waren drauf und dran, in einem Musterhaus in der Ausstellung Eigenheim & Garten in Wuppertal den Werkvertrag für ein Haus mit Keller zum Festpreis zu unterzeichnen. Bis sie im letzten Moment erfuhren, dass sie falsch gedacht hatten. Der Keller, so wurde ihnen jetzt eröffnet, sollte entgegen ihrer Annahme satte 70000 Euro Aufpreis kosten!

Marion und Carsten R. waren so richtig bedient.. Sie verließen das Haus, gingen ohne große Ambition eine Querstraße weiter – und standen wenige Schritte später vor einem Musterhaus, von dem beide sofort wussten: „Das ist es!“ Auch innen gefiel ihnen die Raumaufteilung und die Bauqualität war ihrer Ansicht nach ohne Fehl und Tadel.

Eine Woche später traf man sich mit dem Verkaufsberater der Firma und einem Architekten zum unverbindlichen Planungsgespräch. Die Atmosphäre – in einem netten Restaurant – stimmte, und die angehende Bauherrschaft teilte den Herren mit, welche Änderungswünsche sie gegenüber dem Musterhaus hatten. Ihr Entwurf sollte kleiner und optimal auf das bereits vorhandene Baugrundstück zugeschnitten werden. Der Planer setzte die Kunden-Vorstellungen in erste Zeichnungen um, und der Verkäufer lieferte dazu ein Festpreisangebot; diesmal selbstredend als Gesamtsumme für Haus und Keller.

Soweit sehr zufrieden ging es in die nächste Runde. Das zweite Planungsgespräch fand bei der Baufamilie zu Hause statt. „Hier hat der Architekt alle Möbel bis hin zu den Sofas abgemessen“, berichtet Marion R. Sie hatte darauf bestanden, dass das neue Eigenheim „um die vorhandenen Möbel herum passend“ geplant wurde. Zu diesem Zeitpunkt machte sie auch schon klaren Vorgaben wie: „Das Klavier muss neben dem Kamin stehen.“

Andere Büdenbender-Bauherren haben schon mal leise Kritik an der Architektenleistung geäußert. Nicht so in diesem Fall. Hier ging der Planer vorbildlich auf alle Wünsche der Baufamilie ein. Überarbeitete die Entwürfe dort, wo es planungstechnisch und baurechtlich möglich war, immer wieder neu. Am Ende gab er sogar persönlich den Bauantrag bei der Genehmigungsbehörde ab.

Große Flexibilität zeigte übrigens das Unternehmen Büdenbender bis zum Abschluss des Bauvorhabens. Da wurde beispielsweise auf Wunsch der Bauherrschaft noch kurz vor Produktionsbeginn der Hausvorfertigung im Werk ein zusätzliches Dielenfenster vorgesehen. Selbst während des Haubaus ließen sich im Zuge der Installationsarbeiten ohne großes Aufheben noch zwei Garten-Wasser-Anschlüsse bewerkstelligen. Hochzufrieden war unsere Baufamilie auch mit den Ausstattungsberater der Firma. Allerdings hatte er nach Aussagen des Bauherrn auch „nicht viel Arbeit mit uns, er brauchte eigentlich nur zuhören“.

Gute Vorarbeit durch den Haushersteller!

Doch genau dieser Umstand war bereits zu einem Großteil der professionellen , guten Vorarbeit des Hausherstellers zu verdanken. Die Eheleute hatten nämlich einige Zeit vor der so genannten Bemusterung im Hause Büdenbender eine Fragenliste für eine optimale Vorbereitung auf den im Fertigbau sehr wichtigen Termin bekommen. Sie waren am Tag „X“, also bestens dafür gerüstet, dass der Entscheidungsmarathon ausgesprochen rasch und unproblematisch über die Bühne gehen konnte.

Fachlich fundierte Ratschläge wie den, sich für einen unempfindlichen mineralischen „Kratzputz“ zu entscheiden nahm die Bauherrschaft gerne an. Und auch die Tipps zum Sparen! Schon von sich aus hatten sie viele Ausbaugewerke aus dem Angebot der Hausbaufirma herausgenommen, um sie in Eigenleistung mit Verwandten- und Bekanntenhilfe zu erledigen. Darüber hinaus empfahl der Ausstattungsberater zum Beispiel die Spachtelarbeiten lieber an einen Maler vor Ort zu vergeben. Der hätte geringere Anfahrtskosten und könne deshalb preisgünstiger sein. „Das hat der Berater Ihnen wirklich empfohlen?“ fragen wir nach, und Bauherr Carsten R. bestätigt uns die Berater-Aussage zum finanziellen Wohl des Kunden nochmals.

Missverständnisse aus der Welt geschafft

Unterm Strich stand dann ein endgültiges Festpreisangebot, das kostenmäßig sogar noch unter dem ursprünglichen Angebot lag, und die Bauherrschaft machte mit ihrer Unterschrift alles für den Hausbau klar. Allerdings sollte sich später noch herausstellen, dass das Vertragswerk doch zwei kleine „Schönheitsfehler“ enthielt: Erstens fehlten die Kellerfenster im Leistungsumfang und zweitens waren die Geländer an den französischen Balkonen verzinkt statt wie erwartet weiß beschichtet. Wessen Schuld das war? „Keine Ahnung“, zuckt der Bauherr mit den Schultern und verbucht das Ganze unter der Rubrik „Missverständnis“. Das Positive: Man hat sich jeweils prompt geeinigt und schon waren die Sachen aus der Welt.

Ganz kurz lassen sich Keller- und Hausbau, kommentiert im O-Ton der Bauherrschaft, beschreiben: Erdarbeiten, Bodenplatte und einttägige Kellermontage „tipptopp“; reibungsloser Aufbau des wetterfesten Gebäudes binnen zwei Arbeitstagen. Dacheindeckung Verputzen außen und Gipskartonverkleidungen innen „tadellos“. „Sämtliche Abstimmungen zwischen Haus- und Kellerfirma einschließlich Vermessungsbüro und Subunternehmern“, resümiert der Bauherr „liefen ohne unser Zutun perfekt Hand in Hand“.

Ein besonders dickes Lob erhält auch der Büdenbender-Bauleiter von seiner Bauherrschaft. Er habe die Arbeiten der Subunternehmer immer genauestens kontrolliert, und wenn Kleinigkeiten wie etwa ein klemmender Rollladen zu beanstanden waren, wurde das „umgehend behoben“.

Hilfestellung auch beim Innenausbau

Selbst beim Innenausbau, der ja weitestgehend in Eigenregie der Bauherrschaft lief stand der Bauleiter mit Rat und Tat zur Verfügung. Er gab den Eigenleistern Tipps zu Materialien und Einkauf. Er überzeugte sie davon, dass sich die Ausgaben für eine Bautreppe wegen derkurzen Zeit, in der sie gebraut würde, nicht lohne. Er zeigte Ihnen, wie man die sogenannten Rissbrücken im Holzhaus fachmännisch in die Ecken einarbeitet. Dass Büdenbender den idealtypischen Ablauf der Ausbauarbeiten in Form einer Liste vorgibt, empfanden die Baulaien als „große Hilfe“. Im Detail sah die „gute Abstimmung zwischen Eigenleistern und Firmenprofis so aus: Zuerst Treppenhauswände komplett verspachteln, danach Ausmaß für den Treppeneinbau durch den Bauleiter, dann der Treppeneinbau und abschließend das Verputzen der Wände mit Innenputz.

Ganze zwei minimale Mängel gab es im förmlichen Abnahmeprotokoll der Firmenleistung zu vermerken. Sie wurden umgehend behoben. Dass der Seniorchef des Hausbauunternehmens selbst vorbeikam, um die Abdeckung eines Fensterscharniers drauf zu stecken und darüber hinaus nochmals sämtliche Fensterflügel im Haus feinjustierte, hat Marion und Carsten R. am Ende nochmals nachhaltig beeindruckt. Keine Frage also, dass sie wieder mit Büdenbender bauen würden. Wie übrigens alle anderen von uns Befragten auch!

Norbert Weimper

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