"Oh du schöner Westerwald, über deine Höhen pfeift der Wind so kalt." Treffender kann ein Liedtext die klimatischen Bedingungen dieses Höhenzugs in den deutschen Mittelgebirgen nicht ausdrücken.

Ein Fertighaus sorgt für Gesprächsstoff

Als die kleine Familie 1968 auf den Westerwald zog, machten sich die wenigen Anwohner in der Nachbarschaft tatsächlich ernsthafte Sorgen. "Hält euch das denn aus?" und "Wie lange das wohl stehen bleibt?" Grund für die Skepsis der Dorfbewohner war der Bau des ersten Fertighauses, auf einer grünen Wiese vor dem Ort. Suchten Freunde und Bekannte nach der neu zugezogenen Familie und fragten nach dem Weg, wussten die Einheimischen immer sofort wer gemeint war. Ein Fertighaus war 1968 noch eine absolute Rarität und sorgte für Gesprächsstoff.

Alle Kritiker sind verstummt

Viele Jahre sind seit damals ins Land gegangen, doch weder der kalte Wind, noch die strengen Winter konnten dem ersten zweistöckigen Fertighaus von Büdenbender-Hausbau und seinen zufriedenen Bewohnern etwas anhaben. Alle Kritiker sind verstummt und weil sich die Vorteile des Fertigbaus bald herumgesprochen haben, ist es auch nicht das einzige geblieben, das man heute bewundern kann.

Ohne handwerkliche Begabung, lieber schlüsselfertig

"Wenn wir handwerklich begabt gewesen wären, hätten wir vielleicht über eine konventionelle Bauweise nachgedacht. Ohne diese entscheidende Begabung und nachdem wir uns das Musterhaus, eines Lehrerkollegen angesehen hatten, entschlossen wir uns, ein schlüsselfertiges Haus mit Büdenbender zu bauen. Die bauten schon damals individuelle Kundenhäuser mit variablen Grundrissen, während weniger flexible Mitbewerber noch ihre standardisierten Musterhäuser mit sichtbarer Plattenaufteilung anboten".

Stolz auf individuelle Planungsdetails

Die Bauberatung und die notwendigen Verträge wurden mit Walter Büdenbender gemacht. Wichtig war dem Ehepaar ein schönes großes Wohnzimmer mit Parkett, ein breiter Flur, ausreichend Kinderzimmer und ein Arbeitszimmer. Außerdem sollte der Austritt auf die Terrasse nicht über das Wohnzimmer erfolgen, sondern vom Flur aus. "Der Vorteil: Die Kinder sollten vom Spielen nicht durch unser Wohnzimmer laufen müssen, um in die Küche zu kommen. Der Flur ist schneller zu putzen und im Wohnzimmer sollte es ruhig sein. Dank dieser Planung war es uns später möglich, den Eingang komplett auf die Terrasse zu verlegen. Heute kommen wir ebenerdig ins Haus, ein großer Vorteil im Alter",  erklärt mit sichtbarem Stolz die Ehefrau.

Schneller als ein gemauertes Haus

Aber zurück ins  Jahr 1968. Der gemauerte Keller blieb über Winter stehen und am 5. März kamen die Lastwagen und mit ihnen Karl Josef Büdenbender, der damals für Aufbau und Bauleitung des Hauses verantwortlich zeichnete. "Schon am 8. März konnten wir Richtfest feiern und am 30. April zogen wir bereits mit zwei Kindern ein. Im ganzen Haus hatten wir Raufaser-Tapete anbringen lassen. Morgens war der Anstreicher noch dabei, die Essecke zu streichen. Als der Umzugswagen kam, war alles fertig und wir froh, unser Haus in Besitz zu nehmen. Eine Familie, die zeitgleich ein Steinhaus errichtete, schaffte den Einzug erst Ende des Jahres", erinnert sich der pensionierte Lehrer.

Ein Haus wie geplant und versprochen

Im Haus ist es ruhiger geworden. Die drei Kinder stehen auf eigenen Füßen und wohnen verteilt in Deutschland. Den Entschluss, ein Fertighaus zu bauen, hat das Ehepaar nicht bereut. "Gegenüber konventionell gebauten Häuser hatten wir sofort geringere Heizkosten, obwohl wir heizen bis uns warm ist. Das Wohnzimmer-Parkett ist noch das vom Einzug, aber die Fenster haben wir inzwischen gegen Niedrig-Energie-Fenster getauscht und den Hauseingang auf die Terrasse verlegt." ist das Resümee des Ehepaares nach 38 Jahren. "Wir haben ein Haus bekommen, wie geplant und versprochen."

Zufriedenheit, die man von außen sieht

Wie zufrieden die Bewohner mit ihrem Eigentum sind, das sieht man dem schmucken Eigenheim schon von außen an. Die Fassade ist neu gestrichen und die gepflegten Blumenrabatten sind auf den nahen Winter vorbereitet . Nur eine 15 Jahre alte Begonie, auf ihrem Stammplatz vor der Haustür, muss noch in den Keller umziehen ? dann kann Väterchen Frost kommen.