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Porenbeton beim Hausbau - Vorteile, Nachteile und Eigenschaften

Der Bauherr muss oft schon in der Planungsphase für sein Haus den Baustoff für die Außen- und Innenwände auswählen. Neben den verschiedenen bauphysikalischen Fakten hat die Wahl des Materials sehr oft auch emotionale Gründe, die auch als Bauchgefühl bezeichnet werden.  Neben der Wirtschaftlichkeit geht es aber auch um den Preis des verwendeten Materials. Nicht außer Acht gelassen werden dürfen aber auch Eigenschaften wie der Schallschutz, die Wärmedämmung sowie der Wohnkomfort.

Büdenbender hat sich den Werkstoff Porenbeton einmal näher angeschaut und geht darauf ein, was Porenbeton eigentlich ist, welche Vorteile dieser Kalksandstein mit sich bringt und welche Herausforderungen es gibt.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtige im Überblick

  • Hohe Tragfähigkeit und Stabilität: Der Baustoff Porenbeton überzeugt durch homogene Struktur und gute Tragfähigkeit er eignet sich daher für tragende Wände und dank seiner Stabilität auch für Stürze oder Decken.

  • Ausgezeichneter Brandschutz & Wärmedämmung: Porenbeton ist nicht brennbar (Baustoffklasse A1) und bietet durch die eingeschlossenen Luftbläschen eine sehr gute Wärmedämmung ideale Voraussetzungen für energieeffizientes Bauen.

  • Leichtes Gewicht & einfache Verarbeitung: Dank geringer Rohdichte lässt sich Porenbeton gut transportieren, sägen und montieren wodurch Bauzeit und Aufwand reduziert werden.

  • Feuchtigkeitsempfindlich: Der Baustoff neigt dazu, relativ schnell Wasser aufzunehmen insbesondere an Außenwänden oder im Sockelbereich ist daher eine durchdachte Putz  und Abdichtungslösung erforderlich.

  • Schallschutz und Punktlasten Limitierung: Im Vergleich zu Ziegel oder Kalksandstein bietet Porenbeton einen etwas schwächeren Schallschutz und reagiert empfindlicher auf punktuelle Belastungen (z. B. schwere Hängeschränke oder massive Lasten).

Was ist Porenbeton?

Porenbeton wird sehr oft auch als Gasbeton bezeichnet. Es handelt sich um einen mineralischen und dampfgehärteten Baustoff, der in der Regel dem Bauherren auch unter dem Markennamen Ytong bekannt ist. Der sehr leichte Werkstoff Porenbeton besteht aus Kalk, Zement, Sand, Aluminiumpulver und Wasser. Während einer speziellen Dampfbehandlung verbinden sich die einzelnen Bestandteile zu einem feinporigen Werkstoff.

Der Namenszusatz Beton ist irreführend, denn der Werkstoff wird vollkommen anders als Beton hergestellt und ist auch in keinster Weise damit vergleichbar.

Porenbeton wird schon seit rund 100 Jahren verwendet. Der Werkstoff wurde von dem schwedischen Architekten Axel Erikson entwickelt, der sein Dampfhärteverfahren im Jahr 1924 patentieren ließ. Insbesondere in Asien und in Europa ist der Markt für Porenbeton wie zum Beispiel Ytong stetig am wachsen.

Welche Eigenschaften hat Porenbeton?

Porenbeton ist ein mineralischer Baustoff auf Basis von Zementmörtel oder Kalk Zement Mörtel. Seine Struktur erinnert an einen feinen Schwamm, da während der Herstellung zahlreiche Luftporen eingeschlossen werden. Diese besondere Zusammensetzung prägt die zentralen Eigenschaften des Materials und macht es im Hausbau vielseitig einsetzbar.

Typische Eigenschaften von Porenbeton sind:

  • Sehr geringe Rohdichte durch hohen Luftanteil

  • Deutlich geringeres Gewicht als klassische Mauersteine

  • Gute Wärmedämmung durch eingeschlossene Luftporen

  • Hohe Maßhaltigkeit und gleichmäßige Struktur

  • Einfache Bearbeitung durch Sägen und Fräsen

Durch das niedrige Gewicht lässt sich Porenbeton auf der Baustelle leicht handhaben und präzise verarbeiten. Das erleichtert den Bauablauf und reduziert den körperlichen Aufwand. Gleichzeitig sorgt die homogene Struktur für gleichbleibende Materialeigenschaften über das gesamte Bauteil hinweg. Diese Kombination macht Porenbeton besonders attraktiv für Wandkonstruktionen im modernen Wohnungsbau.

Technische Kennwerte von Porenbeton im Überblick

Beim Bauen moderner Gebäude spielen Festigkeit, Druckfestigkeit und Dämmung eine zentrale Rolle. Porenbetonsteine, Gasbetonsteine und Plansteine werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt und als präzise Steine im Mauerwerk eingesetzt. Ihre Festigkeitsklasse definiert die zulässige Druckfestigkeit, wodurch sich Porenbetonsteine, Gasbetonsteine und Plansteine gezielt für tragende oder nichttragende Gebäude auswählen lassen.

Durch die offenporige Struktur regulieren Steine aus Porenbeton Feuchtigkeit, verbessern das Raumklima und unterstützen die Dämmung des gesamten Mauerwerksystems. Gleichzeitig bleibt die Festigkeit auch bei wechselnder Feuchtigkeit stabil, sofern die passende Festigkeitsklasse gewählt wird. Beim Bauen langlebiger Gebäude sorgen Porenbetonsteine, Gasbetonsteine und Plansteine so für ein ausgewogenes Verhältnis aus Festigkeit, Druckfestigkeit, Dämmung und gesundem Raumklima.

Wie wird Porenbeton hergestellt?

Für die Herstellung von Porenbeton muss Quarzsand sehr fein gemahlen werden. Der Quarzsand wird dann mit Branntkalk und Wasser im Verhältnis 1 : 1 : 4 vermischt. Nach und nach wird der Mörtelmasse Aluminiumpulver zugefügt. Die fertige Mischung wird anschließend in spezielle Wannen gefüllt. Die Wannen werden nur etwa zu einem Drittel befüllt.  

In der Folge bilden sich viele kleine Gasblasen, die das Material aufblähen. Nach maximal 50 Minuten ist die größte Ausdehnung erreicht. Mithilfe von Drähten werden die Werkstoffblöcke in die gewünschte Größe zerteilt. Anschließend kommen sie in einen speziell dafür vorgesehenen Dampfdruckkessel. Für 6 bis 12 Stunden härtet die Mörtelmasse hier bei Temperaturen von bis zu 200 Grad aus. Der fertige Porenbeton besteht dann aus 80 Prozent Luft und 20 Prozent Feststoffen.

Wann wird Porenbeton eingesetzt?

Porenbeton wird immer dann eingesetzt, wenn beim Hausbau ein ausgewogenes Verhältnis aus Gewicht, Wärmedämmung und einfacher Verarbeitung gefragt ist. Der Baustoff kommt vor allem bei modernen Wohngebäuden zum Einsatz, bei denen kurze Bauzeiten und präzise vorgefertigte Elemente eine wichtige Rolle spielen. Bauherren sollten die Vorteile und Nachteile früh abwägen, da Porenbeton nicht für jedes Bauvorhaben ideal ist.

  • Typische Einsatzbereiche von Porenbeton sind

  • Außenwände im Einfamilienhaus und Mehrfamilienhaus

  • Innenwände mit geringen statischen Anforderungen

  • Vorgefertigte Wand und Deckenelemente

  • Nicht tragende Trennwände

  • Aufbauten im Ausbauhaus

In der Praxis wird Porenbeton häufig als Mauerziegel in großformatigen Elementen verarbeitet. Das geringe Gewicht erleichtert den Bauablauf und schont den Boden sowie das Betonfundament. Im Vergleich zu klassischen Mauerziegeln eignet sich Porenbeton besonders für Baus mit Fokus auf Wärmedämmung und rationale Bauprozesse. Einschränkungen bestehen vor allem beim Schallschutz und bei hohen Punktlasten.

Vor- und Nachteile des Baustoffs Porenbeton

Porenbeton zählt zu den am häufigsten eingesetzten Baustoffen im Neubau und liegt hinter dem Ziegel auf Platz zwei. Bauherren schätzen vor allem die Kombination aus geringem Gewicht, guter Wärmedämmung und einfacher Verarbeitung. Gleichzeitig bringt der Baustoff auch Einschränkungen mit sich, die bei der Planung berücksichtigt werden sollten. Eine strukturierte Gegenüberstellung der Vorteile und Nachteile hilft dabei, die Eignung für das eigene Bauvorhaben realistisch einzuschätzen.

Vorteile von Porenbeton

Nachteile von Porenbeton

Die Tabelle zeigt deutlich, dass Porenbeton vor allem bei Wohngebäuden mit Fokus auf Wärmedämmung und Baugeschwindigkeit überzeugt. Einschränkungen bestehen hauptsächlich beim Schallschutz und beim Feuchteschutz, die durch fachgerechte Planung ausgeglichen werden können.

Fazit

Der Baustoff Porenbeton hat seine individuellen Vorteile und Nachteile, denn er hat ein geringes Gewicht und lässt sich einfach verarbeiten. Zu den weiteren Vorteilen zählt, dass Ytong sowohl im Inneren eines Hauses als auch beim Ausbau eines Hauses (Ausbauhaus) verwendet wird. Langfristig gesehen wirkt sich der Baustoff positiv auf die Bauzeit sowie auf die Kosteneffizienz aus. Porenbeton kommt daher sehr oft beim Kommunal- und Wohnungsbau zum Einsatz.

Private Bauherren greifen laut Informationen von Büdenbender lieber zu Ziegel. Ziegel bieten eine zusätzliche Wärmedämmung. Gleichzeitig eignet sich der Ziegel für die Verwendung der Innenwände sowie für die Außenmauern.

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Matthias Büdenbender
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Autor: Matthias Büdenbender

Mein Name ist Matthias Büdenbender. Ich bin Geschäftsführer von Büdenbender Hausbau und schreibe auf dieser Website über die Zukunft des Bauens.
Ich teile hier mein Know how und berichte über die Qualität beim Hausbau, sowie die Trends der Hausbaubranche und Innovationen. Dabei folgen meine Mitarbeiter und ich einer Maxime: Wir bauen Ihnen kein Gebäude, wir bauen Ihnen ein Zuhause, für Sie und Ihre Familie.
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