Holzrahmenbau: Wie eine Wand entsteht, in der man besser lebt.
Holzrahmenbau ist die meistgewählte Holzbauweise im modernen Fertighausbau - und die Grundlage jedes Büdenbender-Hauses. Diese Seite erklärt die Konstruktion ehrlich und technisch fundiert: was Holzrahmenbau leistet und wo seine Grenzen liegen.


Was ist Holzrahmenbau?
Holzrahmenbau ist eine Bauweise, bei der die tragende Konstruktion aus einem Rahmenwerk aus senkrechten Ständern und waagerechten Schwellen sowie Riegeln besteht. Die Zwischenräume zwischen den Ständern - die sogenannten Gefache - werden mit Dämmstoff gefüllt. Innen und außen wird das Rahmenwerk beplankt.
Der Holzrahmenbau ist eine Variante der Holzständerbauweise - daneben gibt es den Holztafelbau und den Holzskelettbau. Bei Büdenbender bauen wir im Holzrahmenbau: vorgefertigte Wandelemente, die im Werk präzise produziert und auf der Baustelle montiert werden.
Im Unterschied zum Massivbau liegt die Statik nicht in den Wänden selbst, sondern im Ständerwerk. Das eröffnet große gestalterische Freiheit beim Grundriss.
Die Konstruktion im Detail.
Eine Holzrahmenbau-Wand besteht aus mehreren funktionalen Schichten - jede mit eigener Aufgabe.

01
Die Innenbeplankung übernimmt im Holzrahmenbau mehrere wichtige Aufgaben gleichzeitig: Sie sorgt für die Aussteifung der Holzkonstruktion und bildet zugleich den Untergrund für Innenputz, Tapeten oder andere Wandoberflächen. Je nach gewünschter Robustheit und Ausstattung besteht sie entweder doppellagig aus Holzwerkstoffplatte und Gipskartonplatte oder alternativ aus zwei Lagen Gipskarton beziehungsweise einer Gipsfaserplatte.
02
Senkrechte Holzständer übernehmen die statische Last und bilden das tragende Gerüst der Wand. Die Zwischenräume (die Gefache) werden mit Dämmstoff gefüllt.
03
Eine oder mehrere Schichten auf der Außenseite steifen die Wand zusätzlich aus. Zudem schützen den Aufbau vor Witterung, also vor Wind, Regen und Temperaturschwankungen.
04
Putz, Klinker oder Holzverschalung schließen den Wandaufbau ab und prägen die endgültige Fassadenoptik des Hauses.
ohne PE-Folie · ohne separate Außendämmung · 32 cm Gesamtstärke
Holzrahmenbau vs. Massivbau.
Beide Bauweisen haben ihre jeweiligen Stärken. Der Holzrahmenbau überzeugt besonders durch hohe Vorfertigung, kurze Bauzeiten, schlanke und energieeffiziente Wandaufbauten sowie eine präzise und trockene Bauweise. Welche Lösung am besten passt, hängt immer von den individuellen Anforderungen und Prioritäten ab.
Eine ausführliche Gegenüberstellung mit allen Kriterien finden Sie auf unserer Seite Holzbau vs. Massivbau.
Sicherer als sein Ruf.
Der häufigste Einwand gegen Holzbauweisen lautet: "Holz brennt." Stimmt - aber anders, als viele denken. Massives Konstruktionsholz brennt langsam und vor allem berechenbar. Bei einem Brand bildet sich eine Kohleschicht, die wie eine Schutzschicht wirkt und das weitere Abbrennen verlangsamt.
Die Abbrandrate liegt je nach Holzart zwischen 0,65 und 0,8 Millimetern pro Minute. Das macht das Verhalten im Brandfall sehr gut planbar. Stahl dagegen verliert ab etwa 500 Grad Celsius dramatisch an Tragkraft - eine Gefahr, die bei massivem Holz so nicht besteht.
Die atmo-tec® Wandkonstruktion erreicht die Feuerwiderstandsklasse F 90 B - das Tragwerk hält im Brandfall mindestens 90 Minuten.
Was Holzrahmenbau kann.
Im Holzrahmenbau wird Schallschutz nicht über Masse erreicht, sondern über durchdachte Konstruktion. Drei Prinzipien sind dabei entscheidend.
Wandaufbau
Mehrere Schichten mit unterschiedlicher Dichte brechen Schallwellen mehrfach. Dank des mehrschichtigen Wandaufbaus und des mineralischen Dickschichtputzes verfügt die Büdenbender Wand über einen hohen Schallschutz von Rw=52 dB.
Präzision
Die hohe Maßgenauigkeit der industriellen Vorfertigung minimiert sogenannte Schallnebenwege, über die sich Geräusche ungewollt übertragen können. Vereinfacht gesagt: Eine sauber schließende Konstruktion dämmt Schall deutlich besser als eine Konstruktion mit kleinen Undichtigkeiten, ähnlich wie bei einer geschlossenen im Vergleich zu einer angelehnten Tür.
Dämmung
Mineralische Dämmstoffe absorbieren Schallenergie statt sie zu reflektieren. In der Wand kommt zusätzlich eine zementgebundene Heraklith-Platte zum Einsatz, die sich durch ihre exzellente Schalldämmung auszeichnet.
Moderne Holzrahmenbau-Wände erfüllen die Anforderungen der DIN 4109 problemlos. Bei Büdenbender erreicht die atmo-tec® Außenwand einen Schalldämmwert von Rw = 52 dB, Innenwände kommen auf Rw = 48 dB - Werte, die deutlich über dem Mindeststandard liegen.

U-Werte und KfW-Klassen.
Holz hat von Natur aus eine geringe Wärmeleitfähigkeit. In Kombination mit hochwertiger Dämmung in den Gefachen erreicht eine Holzrahmenbau-Wand sehr niedrige U-Werte - das Maß für den Wärmeverlust durch ein Bauteil.
Eine moderne Holzrahmenbau-Wand erfüllt problemlos die Anforderungen für KfW-40-Förderprogramme. Die atmo-tec® Klimawand erreicht einen Wärmedurchgangskoeffizienten von 0,12 W/(m²·K) im Gefach und 0,14 W/(m²·K) im Mittel. Über die gesamte Lebensdauer des Hauses bedeutet das deutlich geringere Heizkosten als bei einem vergleichbaren Massivbau.
Besser leben mit Holz.
Zwei wissenschaftliche Studien belegen die positive Wirkung diffusionsoffener Holzbauten auf Wohlbefinden und Raumklima: die BICONAIR-Probandenstudie der Universität Innsbruck (2015) und die Untersuchung "Innenraumklima Holz" der TU München (2016).
In der BICONAIR-Probandenstudie der Universität Innsbruck empfanden 72 % der Befragten Holzbauten mit atmo-tec®-Prinzip als spürbar angenehmer als konventionelle Bauweisen.
Die TU-München-Studie ergänzt die Innsbrucker Befragung um eine objektive Perspektive auf das Innenraumklima in Holzbauten.
Häufige Fragen zum Holzrahmenbau.
Was ist Holzrahmenbau einfach erklärt?
Holzrahmenbau ist eine Bauweise, bei der die tragende Konstruktion aus einem Rahmenwerk aus senkrechten Holzständern und waagerechten Riegeln besteht. Die Zwischenräume werden mit Dämmstoff gefüllt, innen und außen wird das Rahmenwerk beplankt. Das Ergebnis ist eine schlanke, hoch dämmende und sehr stabile Wand. Im modernen Fertighausbau werden die Wandelemente im Werk vorgefertigt und auf der Baustelle in wenigen Tagen montiert.
Was ist der Unterschied zwischen Holzrahmenbau und Holzständerbauweise?
Die Holzständerbauweise ist der Oberbegriff für alle Bauweisen mit tragendem Ständerwerk aus Holz. Holzrahmenbau ist eine ihrer Hauptvarianten - daneben gibt es den Holztafelbau (großformatige vorgefertigte Tafeln) und den Holzskelettbau (sichtbare tragende Pfosten). Im modernen Fertighausbau wird in der Regel Holzrahmenbau eingesetzt, weil er sich besonders gut für die Vorfertigung eignet.
Ist Holzrahmenbau brandsicher?
Ja. Massives Konstruktionsholz brennt langsam und berechenbar - es bildet im Brandfall eine Kohleschicht, die das weitere Abbrennen verlangsamt. Die Tragkonstruktion bleibt deutlich länger stabil als oft angenommen. Stahl verliert ab etwa 500 Grad an Tragkraft, Holz brennt mit einer berechenbaren Abbrandrate von 0,65 bis 0,8 Millimetern pro Minute.
Wie lange hält ein Haus in Holzrahmenbauweise?
Moderne Holzrahmenhäuser halten mehrere Generationen - bei sorgfältiger Planung und Pflege durchaus 100 Jahre und länger. Historische Fachwerkhäuser zeigen es seit Jahrhunderten. Entscheidend ist konstruktiver Holzschutz: ausreichende Dachüberstände, eine vom Boden entkoppelte Konstruktion und vor allem eine diffusionsoffene Wand, die Feuchtigkeit nach außen abführt statt sie einzuschließen.
Wie gut dämmt eine Holzrahmenwand?
Sehr gut. Holz hat von Natur aus eine geringe Wärmeleitfähigkeit, und der mehrschichtige Aufbau mit 240 mm Dämmung in den Gefachen erreicht hohe Wärmedämmwerte. Die atmo-tec®-Wand von Büdenbender kommt auf einen U-Wert von 0,12 W/(m²·K) im Gefach und 0,14 W/(m²·K) im Mittel - deutlich besser als der GEG-Mindeststandard.
Welcher Schallschutz ist im Holzrahmenbau möglich?
Moderne Holzrahmenbau-Wände erfüllen die Anforderungen der DIN 4109 problemlos. Bei Büdenbender erreicht die atmo-tec® Außenwand einen Schalldämmwert von Rw = 52 dB, Innenwände kommen auf Rw = 48 dB - Werte, die deutlich über dem Mindeststandard liegen. Im Holzbau wird Schallschutz nicht über Masse erzielt, sondern über den mehrschichtigen Wandaufbau und mineralischen Dickschichtputz.
Ist Holzrahmenbau für Allergiker geeignet?
Ja, sogar besonders gut. Diffusionsoffene Holzrahmenbauwände regulieren die Raumfeuchte auf natürliche Weise. Bei Büdenbender wird zusätzlich auf PE-Folien und Polysterol verzichtet, und alle eingesetzten Materialien sind nach strengen Kriterien geprüft.